Spagyrik
 
Aus dem Griechischen spao = (heraus)ziehen, trennen und ageiro = vereinen, zusammenführen.
 
Die Wurzeln der Spagyrik liegen im alten Ägypten vor über 5000 Jahren. Das Ziel ist es, durch eine spezielle Art der Pflanzenverarbeitung, eine für den Menschen optimale Arznei-Form zu gewinnen, die die Heilungsprozesse nachhaltig anregen kann. Bekannte Persönlichkeiten im Zusammenhang mit dieser Heilweise waren und sind Paracelsus, Carl Friedrich Zimpel, von Bernus und Patrick Baumann.
 
Die Spagyrik funktioniert nach den drei Prinzipien Merkur (Lebenskraft, Geist), Sulfur (individualisierende Kraft, Seele) und Sal (formende, strukturierende Kraft, Körper).
 
Die Pflanzen, die in der Spagyrik verwendet werden, werden als Ganzes (d.h auch mit der Wurzel) verarbeitet. Nach der Zerkleinerung wird das Pflanzenmaterial mit dreifach destilliertem Wasser und mit Hilfe spezieller Hefen vergoren. Dabei entsteht ein wässriger Part und es bleibt Festmaterial zurück. Die festen Bestandteile werden verascht. Der flüssige Anteil wird in der Destillation weiter verarbeitet. Am Ende dieses aufwendigen und mit sehr viel Handarbeit und Feingefühl ausgeführten Prozesses werden die einzelnen Teile wieder miteinander vereinigt, was letztlich zum Heilmittel führt.
 
Kurz und bündig könnte man auch sagen: Das Wesen der Pflanze wird in einem aufwendigen Prozess geweckt und in die Arznei gerufen.

 

zurück