Phytotherapie
 
In dem reichen Schatz an Heilpflanzen finden wir verschiedene Stoffe wie Öle, Gerbstoffe, Saponine, Vitamine, Hormone etc., aber auch Morphium oder Salicylate. Dies alles stellt die Pflanze wie ein kleines Labor in sich her und schenkt es uns zum Nutzen und zum Wohle.
 
Die neuere Forschung hat immer wieder einzelne dieser Inhaltsstoffe isoliert und chemisch nachgebaut. Es zeigt sich jedoch, dass genau die Mischung, die eine Pflanze selber herstellt, in ihrer Gesamtheit eine ausgewogene Wirkung erzielen kann.
 
Die Phytotherapie ist die Anwendung von Heilpflanzen in der Behandlung von Erkrankungen und zur Steigerung des Wohlbefindens. Pflanzen wurden seit jeher in der Heilkunde eingesetzt, als Tee, zur Wundauflage/-reinigung, oder direkt frisch gekaut. Auch heute noch werden u.a. Tee-Rezepte ausgestellt, Urtinkturen (Alkoholischer Auszug von Pflanzen) verordnet und Öle mit Pflanzenessenzen verwendet. In der Kochkunst wird immer wieder mit der Kraft von Pflanzen gearbeitet, z.B. mit Thymian und Rosmarin. Damit können u.a. die Verdauungssäfteangeregt werden.
 
Viele Kräuter haben seit hunderten von Jahren zusätzlich noch eine symbolische Kraft. Sie werden daher in Form von Amuletten um den Hals getragen, oder wie z.B. die rote Rose als Zeichen der Liebe verschenkt. Auch die Anwendung der Pflanzen als Räucherwerk wird zurzeit wieder populärer (z.B. Salbei zum Reinigen der Räume oder Beifuss zum Lösen von Spannungen).

 

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